ihkmagazin-IHK_09_26
UNSERE IHK | Aktuell Studie: Bewerberlage ist die größte Hürde Der regionale Ausbildungsmarkt bleibt angespannt, zeigt aber erste Anzeichen einer Entspannung. Das zeigt die IHK- Ausbildungsumfrage 2026, an der sich 176 Ausbildungsbetriebe aus der Region beteiligten. Im Ausbildungsjahr 2025 konnten 43 % der Unternehmen nicht alle angebotenen Plätze besetzen. 2024 waren es 47 %, 2023 sogar 54 %. Viele Kommunen erhöhen die Gewerbesteuer ≥ Mehr Infos: www.ihk.de/osnabrueck (Nr. 7128300) Die größte Hürde ist nicht die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe, sondern die Bewerberlage: Von den Betrieben mit unbesetzten Stellen erhielten 38 % gar keine Bewerbungen, fast 80 % keine geeigneten. „Das zeigt, die duale Ausbildung ist weiterhin stark gefragt, aber die Politik muss die Rahmen- bedingungen verbessern“, sagt Juliane Hünefeld-Linker- mann, IHK-Geschäftsbereichsleiterin Aus- und Weiterbil- dung. Erforderlich seien modern ausgestattete Berufsschulen und verlässliche ÖPNV-Verbindungen. Nur dann könne auch das landesweite Azubi-Ticket seine Wirkung entfalten und Ausbildungsplätze im ländlichen Raum erreichbar machen. Neu im Blick der Umfrage war der Einsatz von KI: 55 % der Unternehmen geben an, dass Azubis KI-Anwendungen selbstständig nutzen. 24 % vermitteln KI-Kenntnisse durch Lehrpersonen, 20 % nutzen Lernsoftware, Websites oder On- line-Kurse. Zugleich bereiten 28 % den Nachwuchs bislang nicht gezielt auf den KI-Einsatz vor. Auch internationale Auszubildende bleiben ein wichtiger Baustein der Fachkräftesiche- rung. So bildeten 23 % der Unternehmen 2025 Jugendliche aus Drittstaaten aus. Die größten Hürden: Geringe Deutschkenntnisse, Bürokratie und fehlender naher Wohnraum. Gefordert werden da- Unsere IHK erhebt jährlich die Realsteuerhebesätze der Städte und Gemeinden in der Region. Die aktuelle Auswertung für 2026 zeigt einen klaren Trend: Immer mehr Kommunen erhöhen ihre Gewer- besteuer. Zum Jahresbeginn haben 25 der 119 Städte und Gemein- den im IHK-Bezirk ihre Hebesätze angehoben. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr und fast zwei Drittel mehr als noch 2024. Für Unternehmen sind solche Entscheidungen von großer Bedeutung. Die Gewerbesteuer zählt zu den wichtigsten kommunalen Standortfakto- ren und beein usst Investitionsentscheidungen unmittelbar. „Wer das Wachstum stärken will, der muss zusätzliche Belastungen für Unter- nehmen vermeiden“, betont IHK-Präsident Uwe Goebel. Aus Sicht der IHK stehen viele Kommunen zwar unter erheblichem nanziellem Druck. Gleichzeitig leisten die Unternehmen bereits einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung öffentlicher Aufgaben. Die Gewerbesteuereinnahmen je Einwohner sind in den vergange- nen Jahren deutlich gestiegen und liegen in der Wirtschaftsregion sogar über dem niedersächsischen Durchschnitt. Mit Blick auf die Kommunalwahl wirbt unsere IHK daher für eine Diskussion über Prioritäten in den kommunalen Haushalten. Ziel müsse sein, notwendige Investitionen in Infrastruktur und Bildung mit wettbewerbsfähigen Standortbedingungen zu verbinden. Denn starke Unternehmen schaffen Arbeitsplätze, sichern kommunale Einnahmen und sind die Grundlage für eine erfolgreiche Entwick- lung der Region. (wes) Gewerbesteuerhebesatz 2026 ≤ 330 ≤ 350 ≤ 370 ≤ 390 ≤ 410 ≤ 440 Quelle undDarstellung: IHKOsnabrück - Emsland -GrafschaftBentheim 50% 40% 60% 70% 80% 30% 20% 10% 0% 90% Andere Gründe 6% 17% 13% 5% 8% Ausbildungsplätze wurden nicht angetreten Auflösung innerhalb Probezeit durch Azubi Auflösung innerhalb Probezeit durch Betrieb Bürokratische Hürden bei Bewerbern aus Drittstaaten zu hoch 80% keine geeigneten Bewerbungen 38% keine Bewerbungen Gründe für Nichtbesetzung von Ausbildungsplätzen Foto: IHK Foto: IHK Viele Betriebe wollen ausbilden, finden aber keine passenden Bewerber. her schnellere Anerkennungsverfahren sowie eine ge- ziel te Unterstützung beim Spracherwerb. (car) Gewerbesteuerhebesatz 2026 ≤ 330 ≤ 350 ≤ 370 ≤ 390 ≤ 410 ≤ 440 Quelle und Darstellung: IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim Gut sichtbar: Immer mehr Kommunen erhöhen die Gewerbesteuer. | 22 Osnabrück | Emsland | Grafschaft Bentheim | September 2026
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