ihkmagazin-IHK_09_26
10 0 -10 -20 -30 -40 -50 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026 -6,7 -13,2 -5,9 -0,8 -11,4 -41,9 -28,8 -21,4 +6,9 externe Belastungen. Hausgemachte energiepolitische Entschei- dungen verstärkten diese Effekte leider unnötig. Hier besteht Hand- lungsdruck “, so Schweda. Denn: 67 % unserer Wirtschaft beklagen die fehlende Planbarkeit und Verlässlichkeit der Energiepolitik, 60 % zu viel Bürokratie und 53 % zu langsame Genehmigungsverfahren. Doch es wird nicht nur beklagt, sondern vor allem gemacht. „Positiv ist, dass unsere Un- ternehmen innerbetriebliches Engagement und Motivation für den Standort beweisen“, sagt Schweda. 74 % haben ihre Ef zienz ge- steigert und 52 % eigene Erzeugung aufgebaut. Wie erfolgreich Unternehmen aus der Region die Energiewende be- wältigen und als wirtschaftliche Chance nutzen, wird im Bundes- vergleich deutlich. Der Barometerwert erreicht in unserem IHK-Be- zirk 6,9, gegenüber −1,7 in Niedersachsen und -11,5 im Bund. Das Ergebnis fügt sich in das Gesamtbild ein: auch weitere norddeut- sche Regionen bewerten die Energiewende positiv. „Der Ausbau der erneuerbaren Energien stärkt unsere Region und den gesamten Norden. Jetzt kommt es darauf an, dass die EEG-No- velle einen verlässlichen und technologieoffenen Rahmen setzt. Nur mit Planbarkeit können die Betriebe ihre Stärken ausspielen. Das ist die Grundlage für Wachstum“, macht Schweda deutlich. Sehr deutlich zeigt die Umfrage die Wün- sche der IHK-Mitgliedsunternehmen an die Politik. 90 % fordern einen verlässlicheren Ausbau der Energieinfrastruktur, 77 % da- bei auch ein stärkeres nanzielles Engage- ment des Staates, 70 % niedrigere Steuern und Abgaben auf Strom und 67 % unter- stützen die Leitprinzipien Wirtschaftlich- keit und Technologieoffenheit. „Es braucht eine verlässliche und bezahl- bare Energieversorgung, damit unsere Wirtschaft auf solider Basis investieren kann“, erklärt Anke Schweda, Geschäftsbe- reichsleiterin Standortentwicklung, Inno- vation und Energie unserer IHK. „Preissteigerungen und Unsicher- heiten infolge internationaler Krisen und Verwerfungen sind 2025 lag der Wert bei -21,4. Nun bewegt er sich deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von -15,5. von Dr. Armin Aminian, IHK Infrastruktur ausbauen, Verlässlichkeit geben Das bundesweite DIHK-Energiewendebarometer 2026 ist veröffentlicht. Auch Unternehmen aus unserem IHK-Bezirk haben sich beteiligt. Das Ba- rometer zeigt für die Region erstmals einen leicht positiven Gesamtsaldo: 33 % der Unternehmen sehen positive, 20 % negative Auswirkungen der Energiewende auf ihre Wettbewerbsfähigkeit. Foto: IHK Unser regionaler Wert des Energiewendebarometers liegt mit 6,9 im leicht positiven Bereich auf einer Skala von -50 (sehr negativ) bis +50 (sehr positiv). Foto: IHK/DIHK 23 |
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