ihkmagazin-IHK_09_26

-80 -60 -40 -20 0 20 40 60 20 40 60 80 100 120 140 160 2017 2016 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026 Geschäftslage/-erwartungen IHK- xedniamilkrutknujnoK IHK-Konjunkturklimaindex langjähriger Durchschnitt Geschäftslage Geschäftserwartungen Die Wirtschaft hat sich in den vergangenen Monaten etwas stabilisiert. Der aktuelle Konjunkturklimaindex stieg leicht an, liegt aber weiter unter dem langjährigen Durchschnitt. Entsprechend zurückhaltend fällt auch das Fazit der aktuellen Kon- junkturumfrage aus. Zwar deuten die Ergebnisse auf eine Stabili- sierung der wirtschaftlichen Lage hin, von einem Aufschwung ist die Region jedoch noch ein gutes Stück entfernt. Oder, wie Marco Graf es formuliert: Die Konjunktur habe lediglich einen „Trippel- schritt nach vorn“ gemacht. Mit Blick auf die angekündigten Re- formen der Bundesregierung komme es nun darauf an, dass Ent- lastungen bei Bürokratie, Genehmigungsverfahren und anderen Standortfaktoren tatsächlich in den Unternehmen ankommen. Denn, so Graf: „Bürokratieabbau allein wird nicht reichen. Deutsch- land braucht wettbewerbsfähige Energiekosten, eine Begrenzung der Arbeitskosten und deutlich mehr Tempo bei Planungs- und Ge- nehmigungsverfahren.“ Mit dieser Entwicklung setzt sich die Konjunktur zwar etwas vom Tiefstand der vergangenen Monate ab, bleibt aber weiterhin deut- lich unter ihrem langjährigen Durchschnitt. Besonders positiv ent- wickelt sich die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage. Der Sal- do der Lagebewertungen verbessert sich von minus 15 auf minus 3 Punkte und nähert sich damit erstmals seit drei Jahren wieder dem neutralen Bereich an. „Besonders erfreulich ist, dass sich die Geschäftslage deutlich verbessert hat und erstmals seit drei Jahren wieder in die Nähe des neutralen Bereichs rückt“, sagt IHK-Haupt- geschäftsführer Marco Graf. Für eine nachhaltige Erholung reicht dies jedoch bislang nicht aus. Die Erwartungen der Unternehmen an die kommenden Monate bleiben deutlich im negativen Bereich. Viele Betriebe sehen weiter- hin erhebliche Risiken für ihre wirtschaftliche Entwicklung. Als größte Belastungsfaktoren nennen sie die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, die schwache Inlandsnachfrage sowie hohe Energie- und Rohstoffpreise. ≥ Alle Ergebnisse: www.ihk.de/osnabrueck (Nr. 7117060) von Christian Weßling, IHK „Trippelschritt nach vorn“ Die Stimmung in der regionalen Wirtschaft hat sich zur Jahresmitte 2026 leicht ver- bessert. Der Konjunkturklimaindex für die Wirtschaftsregion Osnabrück-Emsland- Grafschaft Bentheim steigt gegenüber dem Jahresbeginn von 79 auf 86 Punkte. Quelle: IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim Neben den Chancen nachhaltigen Wirtschaftens wurde auch über die politischen Rahmenbedingungen diskutiert. IHK-Präsident Uwe Goebel sprach sich nachdrücklich für praktikable und ver- lässliche Regelungen aus, damit Unternehmen ihre Ressourcen stärker in Innovationen und Transformationsprozesse investieren können. Nachhaltigkeit werde nicht durch zusätzliche Bürokratie, sondern vor allem durch unternehmerisches Handeln vorange- bracht. Gleichzeitig seien Rechtssicherheit, Praxistauglichkeit und ein konsequenter Bürokratieabbau wichtige Voraussetzun- gen, damit Unternehmen die Transformation erfolgreich gestalten kö nnen. ≥ Mehr Infos: www.ihk.de/osnabrueck (Nr. 7139286) 21 |

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