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von Christian Weßling, IHK >> Foto: AdobeStock Foto: Krischi Meier In wenigen Tagen werden in Niedersachsen neue Stadt-, Gemeinde- und Samtgemeinderäte sowie Kreistage gewählt. Damit wird zugleich über die wirtschaftliche Zukunft unserer Region entschie- den. Vor diesem Hintergrund hat unsere IHK ge- meinsam mit Unternehmerinnen und Unterneh- mern kommunalpolitische Positionen erarbeitet. Die Positionen benennen die wichtigsten Hand- lungsfelder für die kommenden Jahre und bilden die Grundlage für den Austausch mit den Kandi- dierenden vor der Wahl sowie später, mit den neu gewählten Mandatsträgern. Im Kern geht es dabei um dieselbe Frage: Wie bleiben unsere Städte, Ge- meinden und Landkreise attraktive Standorte für Unternehmen, Beschäftigte und Investitionen? Wie eng kommunale Entscheidungen und wirt- schaftliche Entwicklung zusammenhängen, zeigen drei Beispiele aus der Region. Investitionen brauchen Raum Im Industriegebiet Hesepe (Bramsche) investiert die Indulor Chemie GmbH derzeit mehr als 30 Mio. Euro in ihren Standort. Neue Hallen, zusätzliche Produktionskapazitäten und ein neues Technikum sollen die Wettbewerbsfähigkeit des Familienunter- nehmens langfristig stärken. Das Unternehmen entwickelt und produziert Spezialchemikalien für zahlreiche Industriezweige und ist weltweit tätig. Dennoch bleibt der Standort im Landkreis Osna- brück das Herzstück der Produktion. Die Millio- nen-Investition zeigt, dass auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Unternehmen bereit sind, er- hebliche Mittel in ihre Zukunft zu investieren. Vo- raussetzung dafür sind jedoch verlässliche Rah- menbedingungen vor Ort. Das sagt Thomas Fengler, CEO der Indulor Gruppe: „Die Entscheidung, weiter auch in Hesepe zu in- vestieren, spiegelt in erster Linie unsere Verbun- denheit zur Region wider. Hesepe wird dauer- haft eine Hauptrolle in Bezug auf Forschung und Entwicklung spielen. Zudem bleibt Hesepe ein zentraler Standort für die Verwaltungsser- vices im Firmengruppenkontext. Im Gegensatz dazu sind die wirtschaftlichen und bürokrati- schen Rahmenbedingungen am Standort ´Euro- pa´ dermaßen herausfordernd, dass bedauerns- werterweise weitere weitaus umfangreichere Investitionen im Produktionsbereich in andere Weltregionen verlagert werden müssen, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu erhalten.“ Das Beispiel verdeutlicht, wie wichtig verfügbare Gewerbe ächen, Planungssicherheit und ef ziente Genehmigungsverfahren für Investitionen sind. Gleichzeitig spielen weitere Faktoren eine wichtige Rolle: die Verfügbarkeit quali zierter Fachkräfte, die Erreichbarkeit des Standorts und die Frage, wie schnell Unternehmen auf neue Marktanforderun- gen reagieren können. Infrastruktur als Erfolgsfaktor Dass Infrastruktur heute weit mehr bedeutet als Straßen und Autobahnen, zeigt Westerman Multi- modal Logistics, ein Familienunternehmen, das seit fast 150 Jahren besteht und seinen Heimatstandort in Nieuwleusen in der niederländischen Provinz Overijssel hat. Eine Investition tätigt das Unterneh- men derzeit in der Gemeinde Laar im Landkreis Grafschaft Bentheim direkt an der niederländi- schen Grenze. Im dortigen GVZ Europark entsteht ein neuer Logistik-Hub mit mehr als 55000 qm La- ger äche, eigenem Gleisanschluss und direkter Anbindung an internationale Warenströme. Das Projekt steht beispielhaft für die Anforderun- gen moderner Wirtschaft. Denn: Unternehmen benötigen leistungsfähige Verkehrswege, zuver- Ob Gewerbeflächen oder Genehmigungen, Verkehrswege, Energie- und Breitbandinfrastruktur, ob die Attraktivität der Innenstädte oder die Leistungsfähigkeit der Verwal- tung: Viele Standortfaktoren, die Unternehmen unmittel- bar betreffen, werden vor Ort beeinflusst. Umso wichti- ger ist die Kommunalwahl am 13. September 2026. Foto: AdobeStock 11 |
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