ihkmagazin-IHK_09_26

Exportgeschäft bleibt trotz leichter Besserung unter Druck Die wirtschaftlichen Unsicherheiten auf den internationalen Märkten und die weiterhin verhaltene Nach- frage aus dem Ausland haben das Exportgeschäft der regionalen Wirtschaft auch im Jahr 2025 belastet. Die Unternehmen im IHK-Bezirk erzielten Auslandsumsätze in Höhe von rund 9,9 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 9,9 Prozent. Diese Ergebnisse hat die IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim jetzt in ihrem aktuellen Exportbarometer veröffentlicht. gen, insbesondere der anhaltende Nahostkon ikt, die die Unsicher- heit auf den internationalen Märkten erhöhen und sich auf Energiepreise sowie Handelsströme auswirken. Knapp die Hälfte der Unternehmen sieht zudem eine schwache oder schwankende Auslandsnachfrage als wesentliches Geschäftsrisiko. „Viele Betrie- be stehen weiterhin vor der Herausforderung, ihre internationalen Geschäfte unter schwer kalkulierbaren Rahmenbedingungen zu planen“, so Hesse. Als Länderfokus widmet sich das Exportbarometer diesmal Indien. Das Land entwickelt sich zunehmend zu einem strategisch wichti- gen Wirtschaftsstandort für deutsche Unternehmen. „Indien bietet mit seinem dynamischen Wirtschaftswachstum, dem großen Bin- nenmarkt und seiner wachsenden Bedeutung als Produktions- und Innovationsstandort erhebliche Chancen für exportorientierte Unternehmen. Zusätzliche Impulse wird das zwischen der Euro- päischen Union und Indien ausgehandelte Freihandelsabkommen bringen, dessen Inkrafttreten nach Abschluss der Rati zierungs- verfahren für 2027 erwartet wird. Gleichzeitig bleiben bürokrati- sche Anforderungen und regulatorische Hürden Herausforderun- gen für den Markteintritt und den Ausbau lokaler Aktivitäten“, betont Hesse. „Während Niedersachsen seine Exportum- sätze im vergangenen Jahr um 1,9 % stei- gern konnte und bundesweit nahezu das Vorjahresniveau erreicht wurde, war unsere Region im vergangenen Jahr deutlich stär- ker von den schwierigen internationalen Rahmenbedingungen betroffen“, erläutert Frank Hesse, Leiter des IHK-Geschäftsbe- reichs International. Im laufenden Jahr scheint sich die Lage al- lerdings zu stabilisieren, die Exportumsätze legten bis April (letzte verfügbare Daten) um 0,9 % zu. Auch die Zahl der von der IHK ausgestellten Ursprungszeugnisse und wei- teren Außenhandelsdokumente entwickelte sich leicht positiv. Mit rund 10000 bearbei- teten Dokumenten wurde im ersten Halbjahr 2026 das Vorjahresniveau leicht übertroffen. „Die Exporterwartungen der regionalen Wirtschaft haben sich ge- genüber dem Herbst 2025 zwar spürbar verbessert, bleiben insge- samt aber verhalten“, sagt Hesse. In der aktuellen IHK-Konjunktur- umfrage rechnen 20,8 Prozent der Unternehmen mit steigenden Auslandsumsätzen, während 21,3 Prozent von einem Rückgang ausgehen. Der Saldo der Exporterwartungen verbessert sich damit von -22,7 auf -0,5 Punkte. „Der starke Negativtrend im Auslands- geschäft ist damit vorerst gestoppt, von einer breiten Erholung der Exporte kann jedoch noch keine Rede sein“, so Hesse. Als größte Belastungen nennen die Unternehmen weiterhin die hohen Energie- und Rohstoffpreise sowie Störungen in den inter- nationalen Lieferketten. Hinzu kommen geopolitische Spannun- ≥ Das IHK-Exportbarometer ist hier abrufbar: www.ihk.de/osnabrueck (Nr. 7133428). UNSERE IHK | Aktuell Raue See: Unsere Region war im Jahr 2025 deutlich stärker von schwierigen internationalen Rahmenbedingungen betroffen als Land und Bund. Foto: AdobeStock / APchanel Einladung: Länderfokus Indien Passend zum Länderfokus Indien im aktuellen Export- barometer informiert unsere IHK am 15. September 2026 (16 bis 18 Uhr) über Chancen und Herausforderungen des Indiengeschäfts. Im Fokus stehen Zoll, Logistik, Zahlungsabsicherung und Finanzierung. Experten aus Wirtschaft und Praxis geben konkrete Tipps und Einbli- cke. Infos und Anmeldung: IHK, Filipe Ramalho Martins, Tel. 0541 353-119 oder martins@osnabrueck.ihk.de | 26 Osnabrück | Emsland | Grafschaft Bentheim | September 2026

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